Alle Artikel in: Norwegisch lernen

Deutsch-Norwegisch: Vokabeln lernen überflüssig? ;-)

Beispiele für Verben, die auf Deutsch und auf Norwegisch gleich geschrieben werden und das Gleiche bedeuten Wie verwandt das Norwegische und das Deutsche miteinander sind, ist mir mal wieder so richtig bewusst geworden, als ich angefangen habe, eine Liste der ähnlichen Verben zusammenzustellen. Tatsächlich werden Hunderte von norwegischen und deutschen Verben nahezu gleich geschrieben bzw. unterscheiden sich maximal durch leicht nachvollziehbare Lautverschiebungen voneinander – bei gleicher Bedeutung! (Sonst wären es ja falsche Freunde bzw. „lumske likheter“.) Warum ähneln sich das Norwegische und das Deutsche so sehr? Das lässt sich sprachgeschichtlich leicht erklären. Mittelniederdeutsch war während der Hansezeit (also zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert) die Handelssprache, auch in Skandinavien. Die norwegische Schriftsprache reagierte darauf und passte sich an, weshalb wir heute noch viele plattdeutsche Lehnwörter im Norwegischen finden. Der norwegische Historiker Arned Nedkvitne geht sogar so weit zu sagen: „Der plattdeutsche Einfluss auf Norwegisch […] ist die umfassendste Europäisierung der norwegischen Sprache, die jemals in historischer Zeit stattgefunden hat.“ (Quelle) Als ich mich also in den letzten Tagen durch das – sehr empfehlenswerte – Wörterbuch …

Dialektboka - lyden av landet vårt

Dialektboka – 70 norwegische Dialekte in einem (Hör)Buch

Norwegische Dialekte offline hören – hach, wie altmodisch, mögen manche denken, aber ich finds klasse! In dem Buch „Dialektboka“ von Anders Vaa (2016 bei Spartacus erschienen) werden die Hörproben gleich mitgeliefert, und zwar in dem integrierten Abspielgerät – als haptische Seitenleiste, sogar inklusive Batterien (die man bei Bedarf austauschen kann). Ich kann mich also nach Herzenslust durch 70 norwegische Dialekte hören – anhand authentischer, ungekünstelter, sehr spontan wirkender Aufnahmen von Menschen jeden Alters, die jeweils ein paar Sätze sprechen. Das ist also der spielerische Anteil des Buches, doch das Buch kann noch viel mehr! Anders Vaa erklärt wirklich leicht nachvollziehbar, worin sich die Dialekte unterscheiden. Und noch viel mehr: Mit anschaulichen Zeichnungen lerne ich, wie ich meine Zunge einzusetzen habe, um die verschiedenen typischen Laute selbst hinzubekommen, beispielsweise das knarrende R („skarre-r“) aus Kristiansand. Anand vieler Karten zeigt der Autor außerdem, wo welche Aussprache für beispielsweise „jeg“ oder „ikke“ verbreitet sind. Und immer wieder bin ich dabei beeindruckt, wie klein doch der Anteil derer ist, die dieses bokmål-nahe Norwegisch sprechen, das wir im Norwegischunterricht lernen …

2000 norsk ordtak og vendinger Gerda Moter Erichsen

Norwegische Redewendungen – lustige Unterschiede zum Deutschen

Gerade schneit es kräftig in Oslo, deshalb amüsiere ich mich bei einer Tasse Tee über norwegische Redewendungen. Gestern habe ich mir bei NORLI ein neues Buch gekauft, das mich richtig begeistert. Gerda Moter Erichsen hat mir die Freude gemacht, in ihrem Buch „2000 ordtak og vendinger på fire språk – norsk – engelsk – tysk – fransk“ genau die Sprachen abzudecken, die ich spreche. 😉 Beim Blättern sind mir ein paar lustige Unterschiede zwischen norwegischen Redewendungen und den entsprechenden deutschen Ausdrücken aufgefallen – und ich hab mal ein wenig thematisch sortiert. Unten findest Du eine kleine Liste mit Sprichwörtern und festen Ausdrücken auf Norwegisch, die sich auf den menschlichen Körper beziehen und die sich gerade NICHT eins zu eins übersetzen lassen. Im Gegenteil: Wir beziehen uns im Deutschen oft auf andere Körperteile. 😉 Wo wir zwei linke Hände haben, haben Norweger zehn Daumen. Wenn wir uns den Kopf zerbrechen, verrenken die sich ihr Hirn. Und statt die Beine in die Hand zu nehmen, nehmen sie im Norden die Beine auf die Schultern… Norwegische Redewendungen mit Bezug …

Sprachreise: Norwegisch lernen im Schnee – Erfahrungsbericht

Norwegisch lernen im Schnee = Schneeschippen auf dem Hüttendach meiner Norwegischlehrerin? Hatte ich mir meine einwöchige Sprachreise nach Hovden so vorgestellt?!? 😉 Was sich zunächst skurril anhört, war eines von vielen wunderbaren Erlebnissen auf einer ereignisreichen – und lerntechnisch gesehen sehr intensiven – Sprachkurs-Woche im norwegischen Hochfjell… Das Besondere an dieser Sprachreise war ja schon die gemeinsame Unterbringung aller Schüler/innen in einer gemeinsamen Hütte (bei der Hüttenwahl hat uns unsere Lehrerin toll geholfen). Wir waren zu fünft – zwei Pärchen aus Deutschland und ein Familienvater, der bereits in Oslo lebte und arbeitete, allerdings in einem englischsprachigen Umfeld, so dass er in Sachen Norwegisch noch Nachholbedarf hatte. Wir haben außerhalb des Sprachunterrichts natürlich deutsch miteinander gesprochen. 😉 Zwischen uns und unserer Lehrerin Yvonne Moutoux, die in einer anderen zauberhaften (für Gruppenunterricht zu kleinen) Hütte wohnte, lag das überschaubare Dorf Hovden mit vielen Möglichkeiten, sich für den Sprachunterricht in der Mitte zu treffen – manchmal trudelte jemand von uns einfach direkt von der Langlaufloipe ein. Das Gute an einer Sprachreise im Winter nach Hovden ist natürlich, dass …